Nicht offiziell. Unabhängige Übungsplattform, nicht mit dem Goethe-Institut e.V. verbunden oder von ihm genehmigt. Nur Übungsaufgaben, kein originales Prüfungsmaterial. Offizielle Anmeldung & Ergebnisse: goethe.de

Der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ): Prüfungsformat, A2- und B1-Ergebnis und was sie bedeuten

Der Integrationskurs ist das staatlich geförderte Sprachprogramm Deutschlands für Zugewanderte – in der Regel 600 Unterrichtseinheiten Deutschkurs gefolgt von einem 100-stündigen Orientierungskurs. Er endet mit dem Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ), einer gestuft ausgewerteten Prüfung, die entweder A2 oder B1 bescheinigt. Das Ergebnis ist entscheidend: Nur B1 erfüllt die Sprachanforderung für die Niederlassungserlaubnis und die Einbürgerung.

Dieser Leitfaden behandelt die Prüfung im Detail: was sie testet, wie die Bewertung funktioniert, welches Ergebnis wofür gilt und wie der DTZ mit dem Goethe-Zertifikat B1 verglichen wird, falls Sie zwischen beiden wählen müssen.

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Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Die Anforderungen für Aufenthaltstitel und Staatsbürgerschaft sind gesetzlich geregelt und werden von der zuständigen Behörde entschieden. Bestätigen Sie die aktuellen Anforderungen für Ihren Fall stets bei offiziellen Stellen wie bamf.de.

Was ist der Integrationskurs?

Der Integrationskurs ist ein BAMF-zugelassenes Programm, das an zugelassenen Sprachschulen, Volkshochschulen und anderen Kursträgern in ganz Deutschland durchgeführt wird. Der Standard-Allgemeinkurs (Allgemeiner Integrationskurs) umfasst insgesamt 700 Unterrichtseinheiten: 600 Unterrichtseinheiten Deutschunterricht und 100 Unterrichtseinheiten im Orientierungskurs.

Der Sprachteil ist in zwei Module aufgeteilt. Das Basismodul (300 Unterrichtseinheiten) führt von der Anfängerstufe bis zum Niveau A2. Das Aufbaumodul (300 Unterrichtseinheiten) baut dann von A2 bis B1 auf. Wer vor Kursbeginn bereits A2 nachweisen kann – durch einen Einstufungstest –, kann direkt ins Aufbaumodul einsteigen und damit nur 300 statt 600 Unterrichtseinheiten Sprachkurs absolvieren.

Der Orientierungskurs (100 Unterrichtseinheiten) behandelt deutsches Recht und Verfassungswerte, Geschichte, das politische System und den gesellschaftlichen Alltag. Er endet mit einem eigenen Test: dem Leben-in-Deutschland-Test, einer 33-Fragen-Mehrfachwahlprüfung aus einem Pool von 300 Fragen, bei dem 17 richtige Antworten zum Bestehen erforderlich sind. Das gemeinsame Bestehen von Sprach- und Orientierungskurstest ergibt das Zertifikat Integrationskurs.

Wer nimmt teil?

Bestimmte Personengruppen sind zur Teilnahme verpflichtet: neu zugewanderte Personen, die sich nicht auf einfachem Deutschniveau verständigen können, sowie einige länger ansässige Personen, bei denen ein besonderer Integrationsbedarf festgestellt wurde. Die Ausländerbehörde, das Jobcenter oder das Sozialamt kann eine Teilnahmeverpflichtung aussprechen. Andere mit einem gesetzlichen Anspruch können freiwillig teilnehmen – allerdings hat das BAMF die Genehmigungen für die freiwillige Teilnahme im gesamten Jahr 2026 ausgesetzt.

Was kostet der Kurs?

Leistungsempfänger unter Betreuung des Jobcenters oder mit Bürgergeld nehmen in der Regel kostenlos teil. Andere Teilnehmende zahlen €1,95 pro Unterrichtseinheit – etwa €1.365 für den vollständigen 700-Einheiten-Kurs. Es gibt einen deutlichen Anreiz, B1 zu erreichen: Wer den DTZ auf B1-Niveau innerhalb von zwei Jahren nach Kursbeginn besteht, erhält 50 % des Kostenbeitrags von BAMF zurückerstattet. Vollständige Details zu Aufbau und Kosten finden sich auf bamf.de.

Was ist der Deutsch-Test für Zuwanderer?

Der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) ist die offizielle Sprachprüfung am Ende des Integrationskurses. Er wird von BAMF beauftragt und seit Januar 2023 von G.A.S.T. (Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung e.V.) durchgeführt – das inhaltliche Rahmenkonzept hat das Goethe-Institut entwickelt. Die Prüfung findet beim Kursträger statt – nicht im Goethe-Institut oder einem separaten Prüfungszentrum. Offizielle Prüfungsdetails finden sich auf bamf.de und gast.de.

Die Prüfung testet Deutschkenntnisse in allen vier Kompetenzbereichen: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen. Der Sprechteil ist eine Paarprüfung – man wird gemeinsam mit einer anderen Teilnehmerin oder einem anderen Teilnehmer geprüft. Der DTZ findet alle zwei Wochen an zugelassenen Zentren statt, und der Anmeldeschluss liegt 21 Tage vor dem Prüfungsdatum.

Das Besondere am DTZ ist sein gestuftes Ergebnis: Statt einfach zu bestehen oder nicht zu bestehen, erhält man – abhängig von der erzielten Punktzahl in den einzelnen Teilen – ein Zertifikat auf A2- oder B1-Niveau. Das unterscheidet ihn von den meisten anderen Deutschprüfungen, bei denen jeder Abschnitt separat bestanden werden muss.

Wie ist der DTZ aufgebaut – und wie wird er bewertet?

Der DTZ prüft alle vier Kompetenzbereiche, fasst sie aber für die Bewertung in drei Prüfungsteile zusammen: Hören und Lesen werden gemeinsam bewertet; Schreiben und Sprechen werden jeweils separat bewertet. Entscheidend ist: Schwellenwerte gelten je Prüfungsteil: Um insgesamt B1 zu erreichen, muss man B1 im Sprechen erreichen UND B1 in mindestens einem schriftlichen Teil (Hören+Lesen oder Schreiben). Eine starke schriftliche Leistung allein kann ein schwaches Sprechergebnis nicht ausgleichen – Sprechen ist auf der Zielniveaustufe zwingend erforderlich.

Prüfungsteil Dauer Maximalpunktzahl Aufgabentypen
Hören (Hörverstehen) ca. 25 Min. 20 Pkt. Gespräche, Telefonate, Durchsagen (20 Aufgaben × 1 Pkt.)
Lesen + Sprachbausteine (Leseverstehen) 45 Min. 25 Pkt. Textverständnis und Lückentexte zur Grammatik (25 Aufgaben × 1 Pkt.)
Schreiben (Schriftlicher Ausdruck) 30 Min. 20 Pkt. Funktionaler Brief oder E-Mail, ca. 80–100 Wörter
Sprechen (Mündliche Kommunikation) ca. 16 Min. Prozentwert Vorstellung, thematischer Monolog, gemeinsame Planung mit Partner (Paarprüfung)
Schriftlicher Teil ca. 100 Min. · Mündlicher Teil ca. 16 Min. · Hören+Lesen gemeinsam gewertet (max. 45 Pkt.) · Schreiben max. 20 Pkt. · Sprechen als Prozentwert von zwei unabhängigen Prüfenden bewertet

Die Schwellenwerte, die das Ergebnisniveau bestimmen – angewendet je Prüfungsteil:

  • Hören + Lesen kombiniert (max. 45 Pkt.): B1 = 33–45 Pkt. · A2 = 20–32 Pkt. · unter A2 ≤ 19 Pkt.
  • Schreiben (max. 20 Pkt.): B1 = 15–20 Pkt. · A2 = 7–14 Pkt. · unter A2 ≤ 6 Pkt.
  • Sprechen (Prozentwert): B1 = 75–100 % · A2 = 35–74,5 % · unter A2 ≤ 34,5 %

Für ein Gesamtergebnis B1: B1 im Sprechen UND B1 in mindestens einem schriftlichen Teil (Hören+Lesen oder Schreiben). Für A2: A2 im Sprechen UND A2 in mindestens einem schriftlichen Teil. Wer in den geforderten Teilen unter A2 bleibt, erhält lediglich eine Ergebnismitteilung – kein Zertifikat wird ausgestellt.

Die praktische Konsequenz: Sprechen ist nicht verhandelbar. Wer in beiden schriftlichen Teilen B1 erzielt, aber im Sprechen nur A2, erhält insgesamt A2, nicht B1. Das gilt auch umgekehrt – B1 im Sprechen allein ergibt kein B1. Bereiten Sie alle drei bewerteten Prüfungsteile vor, behandeln Sie aber die Sprechvorbereitung als Priorität: Es ist der einzige Einzelteil, der von sich aus verhindern kann, dass B1 erreicht wird – unabhängig von der schriftlichen Leistung.

Der Weg vom Integrationskurs zum Ergebnis

Das Diagramm zeigt den vollständigen Ablauf: vom Kursbeginn über die DTZ-Prüfung bis zu den zwei möglichen Ergebnissen und was jedes davon ermöglicht.

Integrationskurs 600 UE Deutschkurs (A1 → B1) + 100 UE Orientierungskurs BAMF-zugelassenes Programm Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) Ergebnis A2 oder B1 · Sprechen Pflicht · Schwellen je Prüfungsteil Hören · Lesen · Schreiben · Sprechen (Paarprüfung) 33–59 Pkt. ≥60 Pkt. Ergebnis A2 Nicht ausreichend für Aufenthaltstitel od. Einbürgerung → Wiederholerkurs + DTZ wiederholen oder eigenständ. B1-Prüfung Ergebnis B1 Niederlassungserlaubnis möglich Einbürgerung möglich + 50 % Kostenbeitrag von BAMF erstattet (bei Bestehen innerhalb von 2 Jahren)

Integrationskurs → DTZ → A2 oder B1. Nur das B1-Ergebnis erfüllt die Sprachanforderung für Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung.

Was eröffnet jedes Ergebnis tatsächlich?

Das DTZ-Ergebnis ist nicht nur eine Sprachnote – es bestimmt, welche Aufenthalts- und Einbürgerungswege beschritten werden können.

Ein B1-Ergebnis erfüllt die Standardsprachanforderung sowohl für die Niederlassungserlaubnis (unbefristeter Aufenthaltstitel, allgemein nach §9 AufenthG) als auch für die Einbürgerung (Einbürgerung nach §10 StAG). Dies sind die zwei bedeutsamsten Meilensteine für die meisten Zugewanderten in Deutschland, und B1 deckt die Sprachanforderung für beide mit einer einzigen Prüfung ab. Ein B1-Ergebnis löst zudem die BAMF-Erstattung von 50 % des Kostenbeitrags aus.

Ein A2-Ergebnis wird vom Kursträger als Kursabschluss vermerkt und kann bestimmte kurzfristige Visumsverlängerungsanträge unterstützen. Es erfüllt jedoch nicht die B1-Sprachanforderung für Niederlassungserlaubnis oder Einbürgerung. Wer eines dieser Ziele verfolgt, hat mit A2 noch Arbeit vor sich – aber der Weg nach vorn ist klar.

Ein Ergebnis unter 33 Punkten ergibt überhaupt kein Zertifikat, nur eine Bestätigung über die Prüfungsteilnahme.

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B1 ist auch für die Einbürgerung erforderlich. Seit der Staatsangehörigkeitsrechtsreform, die am 27. Juni 2024 in Kraft getreten ist, ist die Einbürgerung nach fünf Jahren Aufenthalt möglich (vorher acht). Die Sprachanforderung blieb unverändert bei B1; der kurzfristige Drei-Jahres-Schnellweg (der C1 voraussetzte) wurde am 30. Oktober 2025 abgeschafft. Eine vollständige Übersicht der Einbürgerungsvoraussetzungen findet sich im Leitfaden zu Goethe B1 für die Einbürgerung.

Wie unterscheidet sich der DTZ vom Goethe-Zertifikat B1?

Beide Prüfungen bescheinigen GER B1 für deutsche Einwanderungszwecke, wenn sie auf diesem Niveau bestanden werden – sie sind jedoch für unterschiedliche Kontexte konzipiert und verwenden verschiedene Bewertungsmodelle.

Merkmal DTZ Goethe-Zertifikat B1
Für wen? Integrationskursteilnehmende Alle; kein Kurs erforderlich
Themen und Schwerpunkte Alltagsthemen für Zugewanderte (Behörden, Wohnen, Gesundheit, Arbeit) Allgemein und kulturell; breiteres Themenspektrum
Bewertungsmodell Schwellen je Prüfungsteil: B1 erfordert B1 im Sprechen UND B1 bei Hören+Lesen oder Schreiben; A2 nach demselben Muster Jedes der 4 Module muss einzeln mit 60 % bestanden werden; einzelne Module können wiederholt werden
Wo abgelegt? Beim Kursträger (Kursstätte) Goethe-Institut und zugelassene Prüfungszentren weltweit
Kosten Im Integrationskurs enthalten; kein gesondertes Prüfungshonorar Ca. 150–220 € in Deutschland; je nach Land unterschiedlich
Internationale Anerkennung Deutschland und Einwanderungsbehörden; außerhalb Deutschlands kaum anerkannt International weitgehend anerkannt für Studium, Arbeit und Visa
Prüfungsfrequenz Alle zwei Wochen; Anmeldeschluss 21 Tage vor dem Prüfungsdatum Feste Termine an jedem Prüfungszentrum; je nach Standort unterschiedlich

Kurz zusammengefasst: Wer den Integrationskurs absolviert und das Ziel Aufenthaltsrecht oder Einbürgerung in Deutschland hat, ist mit dem DTZ B1 am direktesten – die Prüfung ist Teil des Kurses, kostet nichts extra und wird für beide Zwecke vollständig anerkannt. Wer ein Zertifikat benötigt, das außerhalb Deutschlands gilt – für eine Hochschulbewerbung, eine Stelle im Ausland oder ein Visum in einem anderen Land –, ist mit dem Goethe-Zertifikat B1 besser bedient. Einen direkten Vergleich der eigenständigen B1-Prüfungsoptionen bietet der Goethe-vs.-telc-Vergleich.

DTZ oder Goethe B1 – was passt zu Ihrem Ziel?

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DTZ B1 – empfohlener Weg

Wer den Integrationskurs absolviert, erfüllt mit dem DTZ auf B1-Niveau direkt die Sprachanforderung für die Niederlassungserlaubnis. Die Prüfung ist im Kurs enthalten und erfordert weder separate Buchung noch Gebühr. Wer den Integrationskurs bereits abgeschlossen hat oder ein eigenständiges Zertifikat als Absicherung möchte, kann auch das Goethe B1 oder telc Deutsch B1 ablegen – beide werden gleichermaßen anerkannt.

DTZ B1 – gilt, mit einer Bedingung

Ein DTZ-Ergebnis auf B1-Niveau erfüllt die Sprachanforderung für die Einbürgerung nach §10 StAG. Bedingung: Es muss B1 sein, nicht A2. Wer unsicher ist, ob eine Punktzahl zwischen 33 und 59 möglich ist, und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zusätzlich eine eigenständige B1-Prüfung (Goethe oder telc) als Absicherung vorbereiten. Im Leitfaden zur Einbürgerungssprache finden sich alle Details, einschließlich der Reform von 2024.

Goethe-Zertifikat B1 – empfohlen

Für Studien- oder Arbeitsanträge außerhalb Deutschlands ist das Goethe-Zertifikat B1 die bessere Wahl. Es wird an Hochschulen, bei Arbeitgebern und von Visabehörden in den meisten Ländern anerkannt. Der DTZ ist hauptsächlich in Deutschland und für deutsche Einwanderungszwecke bekannt. Üben Sie mit GoethéB1s kostenlosem Modelltest – die Aufgabentypen ähneln stark dem, was in der Prüfung erwartet wird.

Beides gilt in Deutschland

Als allgemeiner Nachweis des Deutschniveaus innerhalb Deutschlands bescheinigen DTZ B1 und Goethe-Zertifikat B1 dieselbe GER-Stufe. Der DTZ ist im Integrationskurs enthalten; wer ein eigenständiges Zertifikat benötigt, findet bei Goethe B1 und telc B1 weit verbreitete Akzeptanz. Der Goethe-vs.-telc-Vergleich hilft bei der Entscheidung zwischen den eigenständigen Prüfungsoptionen.

Was tun, wenn Sie beim DTZ nur A2 erreicht haben?

Ein A2-Ergebnis verschließt keine Türen – es zeigt, was noch zu tun ist. Das BAMF stellt für Teilnehmende, die B1 nicht erreicht haben, einen Wiederholerkurs (Wiederholungsmodul) mit bis zu 300 zusätzlichen Unterrichtseinheiten bereit. Nach Abschluss des Wiederholerkurses und entsprechender Vorbereitung kann der DTZ erneut abgelegt werden.

Die Alternative besteht darin, die DTZ-Wiederholung ganz zu umgehen und eine eigenständige B1-Prüfung abzulegen. Das Goethe-Zertifikat B1, telc Deutsch B1 und ÖSD Zertifikat B1 bescheinigen alle dieselbe GER-Stufe und werden für Aufenthalts- und Einbürgerungsanträge anerkannt – sie sind nicht auf Integrationskursteilnehmende beschränkt. Man meldet sich direkt an, zahlt das Prüfungshonorar und legt die Prüfung an einem zugelassenen Zentrum ab. Für eine Übersicht der Zertifikate und Entscheidungshilfen bietet der Goethe-vs.-telc-Leitfaden den Vergleich.

Manche gehen beide Wege: Sie nutzen den Wiederholerkurs für strukturierten Unterricht und legen dann eine Goethe- oder telc-Prüfung als abschließendes Zertifikat ab – weil ein eigenständiges Zertifikat als portabler gilt. Beide Ansätze funktionieren; was zählt, ist das Erreichen und Nachweisen von B1.

Wie bereitet man sich auf den DTZ vor (und erreicht B1)?

Der DTZ behandelt den deutschen Alltag: eine Wohnung mieten, einen Arzttermin buchen, einen Behördenbrief bearbeiten, Pläne mit einem Kollegen besprechen. Die Themen sind enger und vorhersehbarer als bei allgemeinen Prüfungen. Diese Vorhersehbarkeit ist ein Vorteil – vorausgesetzt, man bereitet sich gezielt darauf vor.

Vier Dinge, die durchgängig den Unterschied machen:

  1. Sprechen als Paar üben. Mit 30 Punkten – dem größten Einzelabschnitt – ist Sprechen der Bereich, in dem am meisten gewonnen oder verloren werden kann. Die Struktur ist fest: Vorstellung, ein kurzer Monolog zu einem vorgegebenen Thema und eine gemeinsame Planungsaufgabe mit dem Partner. Diese drei Teile mit jemandem so lange üben, bis sie automatisch ablaufen.
  2. Schreibaufgaben unter Zeitdruck üben. Die Schreibaufgabe gibt 30 Minuten Zeit, um 80–100 Wörter funktionales Deutsch zu verfassen. Das ist weniger Zeit, als es klingt. Kurze formelle Briefe oder E-Mails zu typischen Alltagsthemen von Zugewanderten üben – Adressänderungen, Terminanfragen, Beschwerden – innerhalb des Zeitlimits.
  3. Prüfungsformat-Übungstests durcharbeiten. Die Aufgabentypen in Hören und Lesen des DTZ ähneln stark denen des Goethe B1 und telc B1. Üben mit GoethéB1s kostenlosem interaktivem Modelltest und dem vollständigen Goethe B1 Prüfungsführer baut dieselben Fähigkeiten auf, die man für den DTZ braucht – die Formate übertragen sich direkt.
  4. Wortschatzlücken systematisch schließen. B1 beruht auf einem definierten Bereich von Wortfamilien. Statt zufällig neue Wörter zu lernen, die B1-Wortliste durcharbeiten, um die spezifischen Lücken im aktiven Wortschatz zu erkennen und zu schließen. Das ist in den Wochen vor der Prüfung eine der ertragreichsten Nutzungen der Lernzeit.

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FAQ: Integrationskurs und DTZ

Was ist der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ)?

Der DTZ ist die offizielle Sprachprüfung am Ende des staatlich geförderten Integrationskurses in Deutschland. Er wird von BAMF beauftragt und seit Januar 2023 von G.A.S.T. (das inhaltliche Rahmenkonzept hat das Goethe-Institut entwickelt) durchgeführt. Er prüft alle vier Kompetenzbereiche – Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen. Das Ergebnis ist gestuft: Je nach Leistung in den Prüfungsteilen erhält man ein Zertifikat auf A2- oder B1-Niveau.

Wie viele Punkte brauche ich für ein B1-Zertifikat beim DTZ?

Der DTZ verwendet Schwellenwerte je Prüfungsteil, keinen einheitlichen Gesamtpunktwert. Für ein B1-Zertifikat muss man B1 im Sprechen (≥ 75 % auf der Bewertungsskala der Prüfenden) erreichen UND B1 in mindestens einem schriftlichen Teil – entweder Hören+Lesen kombiniert (≥ 33 von 45 Pkt.) oder Schreiben (≥ 15 von 20 Pkt.). Für A2 sind A2 im Sprechen und A2 in mindestens einem schriftlichen Teil erforderlich. Wer in den geforderten Teilen unter A2 bleibt, erhält nur eine Ergebnismitteilung – kein Zertifikat. Sprechen ist zwingend: Eine starke schriftliche Leistung allein kann ein schwaches Sprechergebnis nicht ausgleichen.

Zählt ein DTZ B1-Ergebnis für die deutsche Staatsbürgerschaft?

Ja. Der Deutsch-Test für Zuwanderer auf B1-Niveau ist ein anerkannter Nachweis für Deutschkenntnisse auf dem GER-Niveau B1 und erfüllt die Sprachanforderung für die Einbürgerung nach §10 StAG. Ein DTZ-Ergebnis von nur A2 erfüllt diese Anforderung nicht. Für einen vollständigen Überblick der Staatsangehörigkeitsvoraussetzungen des Gesetzes von 2024 siehe den Leitfaden zur Einbürgerungssprache.

Was passiert, wenn ich beim DTZ nur A2 erreiche?

Ein A2-Ergebnis erfüllt die Sprachanforderung für Niederlassungserlaubnis oder Einbürgerung nicht. Es gibt zwei Hauptoptionen: einen Wiederholerkurs (bis zu 300 zusätzliche Unterrichtseinheiten) bei BAMF beantragen und den DTZ erneut ablegen, oder sich eigenständig vorbereiten und eine B1-Prüfung wie das Goethe-Zertifikat B1 oder telc Deutsch B1 ablegen. Beide werden für Aufenthalts- und Einbürgerungsanträge anerkannt.

Wie unterscheidet sich der DTZ vom Goethe-Zertifikat B1?

Der DTZ wird nur im Rahmen des Integrationskurses abgelegt und verwendet alltagsnahe Themen für Zugewanderte (Wohnen, Gesundheit, Behörden). Er nutzt Schwellenwerte je Prüfungsteil: B1 erfordert B1 im Sprechen plus B1 in mindestens einem schriftlichen Teil (Hören+Lesen oder Schreiben). Das Goethe-Zertifikat B1 ist eine eigenständige Prüfung, offen für alle, umfasst breitere Themen, erfordert in jedem der vier Module einzeln 60 % und wird international für Studium und Beschäftigung im Ausland anerkannt. Beide bescheinigen GER-Niveau B1 für deutsche Einwanderungszwecke, wenn sie auf B1-Niveau bestanden werden.

Ist der Integrationskurs kostenlos?

Das hängt von den persönlichen Umständen ab. Leistungsempfänger unter Betreuung des Jobcenters oder mit Bürgergeld nehmen in der Regel kostenlos teil. Andere zahlen €1,95 pro Unterrichtseinheit – etwa €1.365 für den vollständigen 700-stündigen Standardkurs. Wer den DTZ auf B1-Niveau innerhalb von zwei Jahren nach Kursbeginn besteht, erhält von BAMF 50 % des gezahlten Kostenbeitrags zurückerstattet. Die eigene Situation bitte mit dem Kursanbieter und auf bamf.de klären.

Kann ich den DTZ wiederholen, wenn ich ihn nicht bestehe oder A2 erreiche?

Ja. Wenden Sie sich an Ihren Kursanbieter oder das BAMF und erkundigen Sie sich nach dem Wiederholerkurs (bis zu 300 zusätzliche Unterrichtseinheiten). Nach abgeschlossener Vorbereitung kann der DTZ erneut abgelegt werden. Die Prüfung findet alle zwei Wochen an zugelassenen Zentren statt; der Anmeldeschluss liegt 21 Tage vor dem Prüfungsdatum. Alternativ kann auch eine eigenständige B1-Prüfung (Goethe, telc, ÖSD) gewählt werden – diese werden von denselben Behörden anerkannt.

Quellen & zuletzt geprüft

Zuletzt geprüft: 4. Juli 2026.

Zuletzt aktualisiert: 4. Juli 2026 · GoethéB1 ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zum Goethe-Institut, BAMF, G.A.S.T. oder telc. Allgemeine Information – keine Rechtsberatung. Anforderungen bitte bei der Ausländerbehörde oder auf bamf.de bestätigen.